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Naturfreunde im Goldrausch

7. Juli 2013

Gold – das gibt es doch nicht bei uns!…oder?

Vom Gegenteil überzeugen konnten sich die Naturfreunde Forbach am vergangenen Samstag den 6. Juli in Rappenwört. Dort traf sich eine bunt-gemischte Gruppe, um unter der Anleitung von Herrn Leopold Gold zu waschen.

Herr Leopold ist ein versierter „Wäscher“ und geht diesem Zeitvertreib schon einige Jahre nach. Darüber hinaus hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und gibt in verschiedensten Bereichen der Naturpädagogik-Seminare. Als studierter Geologe hat er natürlich auch Vorteile bei der Goldsuche und weiß wo die guten „Claims“ am Rhein zu finden sind.

Bevor wir in die praktische Welt des Goldwaschens eintauchen durften, hat uns Herr Leopold mit der faszinierenden und langen Geschichte des Goldes in unserer Region vertraut gemacht. Eine mühsame Arbeit war das Waschen in vergangenen Tagen, bei dem auch Weißdorn und giftiges Quecksilber zum Einsatz kamen, um die winzigen Flitter von den anderen Materialien zu isolieren. Da das Gold am Rhein ursprünglich aus den Alpen stammt, sind größere Nuggets durch mechanische Reibungsprozesse nicht zu finden. Die Goldstückchen haben sich in unseren Breiten vor allem in der Zeit vor der Rheinbegradigung in Kurveninnenseiten des Flusses angelagert, da es im Vergleich zu den anderen Stoffen im Wasser relativ schwer ist.

Diese Eigenschaft kam uns auch beim Goldwaschen zu Gute. Herr Leopold instruierte uns in einem ersten Schritt einige Schaufeln an Kiessand aus einem alten Bombentrichter zu besorgen. An dieser Stelle verlief einst ein Rheinarm bevor der Rhein begradigt wurde.

Dieses Material haben wir in einem weiteren Schritt auf eine Waschbank mit Vertiefungen gelegt und mehrfach mit Wasser übergossen, sodass nur noch die schwereren Sandbestandteile übrig blieben. Diese Bestandteile wurden in einer Waschschüssel mit Rillen weiter verdichtet und das leichtere Material weiter abgekippt, bis nur noch dunkelfarbiger Sand übrig geblieben ist. In diesem Gemisch haben wir dann tatsächlich winzige Körnchen an Gold gefunden, die wir mit Hilfe einer Pipette und einem Glasröhrchen mit nach Hause nehmen konnten. Diesen Vorgang der „Dichtefraktion“ widerholten wir mehrfach. Eine Tätigkeit die Spaß macht und einen fast meditativen Charakter entfaltet.

Vom Goldrausch gepackt haben wir gleich mit Herrn Leopold vereinbart im nächsten Jahr unsere heimische Murg auf Gold zu untersuchen. Allerdings sind die Chancen dort bedeutet geringer auf große Funde zu stoßen, da anzunehmen ist, dass die obenliegenden Württemberger nicht allzu viel Gold ins Badische fließen lassen.

Wir freuen uns bereits auf dieses Erlebnis und bedanken uns bei Herrn Leopold für den interessanten Goldwaschkurs.

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